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Verträumt oder Aufgeräumt?

5 Tipps für GUTE Selbstständigkeit

Ich kann mich noch gut an die ersten Schritte in meine Selbstständigkeit erinnern. Es begann alles mit einer Nacht im Wald. Mein Leben war irgendwie aus der Bahn geraten. Mein Job quälte mich, als alleinerziehende Mutter war ich im Dauerstress und das Wort „Zufriedenheit“ war für mich so fremd wie die gemurmelten Worte eines Mantras in Sanskrit. Bei einer Solonacht im Wald wollte ich ein wenig Klarheit in mein aufgewühltes Denken bringen. Das haben dann bei Einbruch der Dunkelheit 15 Wildschweine besorgt. Laut grunzend und quickend tänzelten sie um meinen Schlafplatz. Mein Herz ist vor Angst schier aus dem Hals gesprungen. Überlebt habe ich es am Ende doch. „Logisch“, sagte ein befreundeter Jäger, „du warst ja zuerst da. Sie haben dich nicht als Gefahr wahrgenommen“. Logisch?

 

Angst als Verhinderer
Seit diesem Erlebnis ist mir absolut klar, Angst entsteht in unserem Kopf. Sie hat nichts mit Logik zu tun. Sie ist gemacht, vererbt, abgeguckt oder selbst erschaffen. Trotzdem ist sie da. Und damit einer der ärgsten Verhinderer im realisieren unser tiefsten Wünsche und Träume. Hinter jedem Zögern, jedem ausgesprochenen „eigentlich“, jeder Terminverschiebung steht eine Angst. Nun kennen wir mannigfaltige Ängste. Nach meiner Erfahrung können wir alle Ängste auf genau zwei reduzieren:

  • Die Angst vor Ablehnung oder Mangel an Liebe
  • Die Angst vor Kontrollverlust oder Mangel an Einfluss

Und hier kommen wir nun zum Unternehmertum. Sei es dein Wunsch in die Selbstständigkeit zu starten oder vielleicht bist du schon am Start, dann ist es an der Zeit, dich genau diesen beiden Ängsten zu stellen. Denn gewiss ist:

  • Du wirst nur erfolgreich, wenn du es zulässt, dass man dich ablehnt
  • Du hast viel weniger Kontrolle über dein Leben, als du denkst

Wenn du also Angst verspürst, frage dich zuerst, ob deine Angst in Wahrheit eine Angst vor Ablehnung ist, oder die Angst die Kontrolle zu verlieren. Du wirst sehen, dass sich jede deiner Ängste darauf reduzieren lässt und damit kannst du arbeiten.

 

Beziehe Position
Erfolg stellt sich dann ein, wenn du Position beziehst. Wenn du eine klares Bild von dir, deinem Angebot oder deiner Leistung zeichnest. Wenn du unverrückbar zu deiner Meinung stehst. Wenn du deinen Wert erkennst und ihn vertrittst. Und es ist tatsächlich völlig egal, womit du dich selbstständig machst – ausgeschlossen werden hier von mir Geschäftsideen, die dem Gemeinwohl und der Umwelt schaden! Wichtig ist, dass du selbst von deiner Idee überzeugt bist. Das beinhaltet leider auch, dass dich manche als verrückt, abgehoben oder voll daneben bezeichnen. Und das musst du lernen auszuhalten. Sonst läufst du Gefahr deine Unternehmensausrichtung und deine Angebotspalette alle paar Wochen zu verändern, nur um jedem zu gefallen, der dir Geld, Ansehen oder Referenzen geben könnte. Everybody's Darling is everybody's Depp.


Schließe Scheitern aus, aber lerne es zu lieben
Widersprüchlich? Alexander Huber, der Extremkletterer, hat nach seinem Free Solo an den drei Zinnen, dem Wahrzeichen der Dolomiten gesagt: „Wenn ich mich sicher fühle, dann denke ich nicht über den Ausgang eines Projektes nach. Ich beginne es mit dem Wissen, dass ich es meistern kann, weil ich optimal vorbereitet bin". Mit „sicher“ meinte er „seiner SELBST sicher“. Scheitern beim Free Solo bedeutet Lebensende. Das weiß auch Alexander Huber. Das weiß er jedes Mal, wenn er ohne Sicherung in die Wand einsteigt. Worauf er allerdings seinen Fokus richtet ist die Frage: WIE kann ich es SCHAFFEN? Was brauche ich dazu und welche Einzelschritte – in seinem Fall Tritte und Griffe – sind notwendig?

 

Was ich damit sagen will ist, bereite dich optimal auf dein Unternehmertum vor. Auch wenn du mittlerweile in der 5D-Welt angekommen bist und bereits ganz wunderbar ein Resonanzfeld aufbauen kannst, so lebst du noch immer hier in einer 3D-Welt. Und da ist es wichtig, sich über Buchhaltung, Rentabilität, Kalkulation, Steuern, Versicherungen, etc. zu informieren. Wenn du weißt, wie diese Maschinerie tickt, dann kannst du die Spielregeln mit-bestimmen. Wir wissen wohl, dass alles eine Illusion ist. Allerdings eine vom Kollektiv gemeinsam erschaffene Illusion und die hat echt >>Wums<<. Träumen hilft da nicht. Und ein untätiges „Ach-das-wird-schon“ ist ein Fahrschein in die Pleite und das mit offenen Augen.

 

Diese 5 Dinge solltest du unbedingt tun


1. Schreibe einen Businessplan!
Das entscheidende am Businessplan ist sein Ende, der ...PLAN! Wir labern uns gerne selbst die Ohren zu wie toll wir sind und womit wir so gerne die Welt bereichern würden, sollen wir jedoch die Essenz dessen was wir so vorhaben zusammenfassen kommt… nix. „Also, ja… so genau kann ich das jetzt auch nicht sagen…“ Sorry. Musst du aber. Du brauchst keinen Elevatorpitch hinzulegen, aber in klaren Worten beschreiben können, was du zu geben hast, wäre nicht schlecht. In diesem Plan, z.B. vom Bundesministerium für Wirtschaft wirst du wirklich gefordert, dir über alles Mögliche Gedanken zu machen. Von der Finanzierung über deine Zielgruppe bis hin zur Markteintrittsstrategie.

2. Schaffe dir eine Grundsicherung!
Viele starten in die Selbstständigkeit ohne Kapital. Dagegen ist nichts zu sagen. Viele scheitern dann aber auch an der Angst zu verhungern, weil sie kein Kapital haben. Oder sie mangeln vor sich hin im steten Glauben „Ach-das-wird-schon“. An die unsichere Finanzlage einer Selbstständigkeit muss man sich gewöhnen. Wir haben nicht gelernt dem Fluss des Lebens zu vertrauen. Also tu dir den Gefallen und sichere dich ab. Entweder du holst dir einen Gründungszuschuss, oder du gehst nebenher jobben und deckst so deinen Grundbedarf. EINSCHUB: Deinen Grundbedarf kennst du übrigens erst NACHDEM du einen Businessplan geschrieben hast. Vorher glaubst du ihn zu kennen. Starte NIE aus dem Mangel heraus. Selbstständigkeit ist keine Rettung aus der Armutsfalle. Du wirst investieren müssen. Zeit oder Geld oder gute Idee.

3. Arbeite an deinen Glaubenssätzen
Schau dir dein Leben an. Wo drehst du immer wieder die gleichen Schleifen. Wo regt sich in dir Widerstand wenn man dich damit konfrontiert? Welche Sätze sagst du dir öfter bzw. mit welchen Sätzen bist du aufgewachsen. Es gibt gute Glaubenssätze und hinderliche. Wichtig ist, dass du ALLE DEINE Glaubenssätze kennen lernst und die hinderlichen entkräftest.
Frauen lieben z.B. Glaubenssätze, die Geld richtig schlecht machen. Oder sie entkoppeln ihre Leistung vom Geld. Geld ist grundsätzlich wundervoll. Geld ist ein Ermöglicher. Geld ist Energie. Schlecht haben wir es geredet und gemacht. IST es aber nicht von Natur aus. Was also sind deine Glaubenssätze?

4. Lerne zu schweigen
Wie gerne sprechen wir über unsere zukünftigen Projekte. Wir besprechen Sie mit Gönnern und Missgönnern. Was dabei passiert ist, deine Idee verliert mit jedem mal erzählen an Kraft und Energie. Bei der einen Person musst du deine Idee verteidigen, die nächste Person will sie für dich sogar noch ausbauen und du musst sie bremsen. Merke dir: ES IST DEINE IDEE. Behandle sie wie ein ungeborenes Baby. Natürlich kann man eine Schwangerschaft nicht verbergen. Das Kind bleibt jedoch bis zum Tage der Geburt unerkannt. Nur die Mutter steht in Kontakt mit dem ungeborenen Leben. Und tatsächlich kann auch nur die Mutter das Kind auf die Welt bringen. Das kann ihr niemand abnehmen. Ebenso kann dir keiner abnehmen, deine Idee auf die Erde zu bringen. Bewahre also Schweigen über dein Vorhaben. Bist du gestartet, wirst du noch auf ausreichend Besserwisser treffen, die dir unglaublich gut gemeinte Ratschläge erteilen werden.

5. Liebe was du tust
Selbstständigkeit bedeutet nicht unbedingt „selbst und ständig“. Aber es bedeutet, dass du private in Zukunft nicht mehr unbedingt vom Business trennen können wirst. Deshalb solltest du absolut lieben was du tust. So sehr, dass es dir fast schon egal ist, ob du damit Geld verdienst oder nicht. Selbst wenn du kein Geld damit verdienen könntest, würdest du es trotzdem machen. Das ist absolut essenziell. Um wieder zu meinem Liebling Alexander Huber zu kommen, er wusste nicht, dass er mit seinen wilden Kletterideen einmal so berühmt werden würde. Er hat es auch nicht geplant. Er ist es einfach geworden, weil er tat was er liebt. Er war im Flow. Ähnlich ging es z.B. Milena Glimbowski der Gründerin des ersten Unverpackt-Ladens. Nach ihrem ersten Start ging sie fast Pleite. Von ihrer Idee war sie allerdings so überzeugt, dass sie nicht aufgegeben hat und heute wissen wir, welchen Trend sie damit gesetzt hat.
                             
Glaube steht über Wille und Meditation über Handlung

Prüfe ob du daran glauben kannst, dass du deine Ziele erreichst. Kannst du wirklich daran glauben? Wenn ja, dann male dir im Geiste das Bild deines optimalen Unternehmertums und Erfolges aus. Und dann visualisiere. Meditiere regelmäßig darüber, wie deine erfolgreiche Selbstständigkeit schmeckt, riecht, sich anhört und sich anfühlt. Visualisiere so, als sei dein Ziel bereits erreicht. Das nennt sich dann materialisieren. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

 

Zum Abschluss noch ein Link zu einem Interview von meinem Vorbild Alexander Huber.

Wenn du gerne Begleitung auf dem Weg in deine oder in deiner Selbstständigkeit wünschst, dann schau doch mal auf meiner Website vorbei.

 

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