· 

Achtsamkeitskurs - Woche 7

Wenn nicht zuerst ich, wer dann?

Sacklzement, schon wieder so viele Termine. Elternabend, Katalog muss fertig werden, den Datenschutz muss ich noch wasserdicht machen. Ach, und wollte nicht mein Sohn noch einen Termin beim Hautarzt? Der Rasen ist zu lang, also mähen. Stimmt..., ab dieser Woche will ich das mit dem verpackungsfreien einkaufen auch ausprobieren. 

 

So oder so ähnlich wird es dir auch oft genug gehen. Die To-Do-Liste ist ellenlang. Am Ende des Tages sind höchstens hinter 10% aller Aufgaben ein "Fertig"-Häkchen gesetzt. Und das Gewissen wird schwerer und schwerer. Dazu kommt, viele Dinge auf unserer Liste interessieren und nicht mal wirklich. Ist es da nicht an der Zeit, dass du dich mit den Dingen, die du so tagein, tagaus machst, einmal intensiv beschäftigst und Ordnung schaffst. Schau doch mal, was du so routinemäßig an Aktivitäten machst. Zum Beispiel fernsehen, zur Arbeit fahren, spülen, im Netz surfen, mit den Kindern spielen.... und dann schau, im ersten Schritt, was dich belebt oder erschöpft. Eine Liste dazu findest du nach diesem Absatz.

Dann schau dir deine Liste genau an und prüfe wie hoch der Anteil belebender Aktivitäten ist, und wie hoch der Anteil erschöpfender Aktivitäten? Nun wirst du schon ahnen: je höher der Anteil erschöpfender Aktivitäten, desto antriebsloser wirst du dich oft fühlen. Vielleicht hast du auch das Gefühl, du wirst gelebt und hast wenig Einfluss auf deinen Alltag.

Beginne also mit deiner Liste und lies dann erst weiter.

Willst du so leben?

Weiter geht's. Schau dir nun das nächste Übungsblatt an und folge den Übungsangaben.

Wie sieht dein Kreis aus? Zeit etwas zu verändern? Die Hälfte deines Kreises sollte für belebende Aktivitäten reserviert sein. Sonst brennst du irgendwann aus. Wenn es also viele erschöpfende Aktivitäten bei dir gibt, schau, ob du einige dieser Aufgaben so verändern kannst, dass sie dich erfüllen. Eine nervende Fahrt zur Arbeit mit Stau, kann angenehmer werden, wenn du Hörbücher hörst oder eine Sprache lernst. Schreibe dir auch hier auf

  • wie kann ich erschöpfende Aktivitäten in belebendere verändern?
  • Welche Wohlfühlaktivitäten kann ich in meinen Alltag einbauen und so einen Ausgleich für die erschöpfenden zu schaffen?

Stress bewältigen

Sich um sich selbst kümmern bedeutet, auch die Stressbelastung im Auge zu behalten. Viele meiner Freunde gehen über ihr körperliches und seelisches Belastungspensum hinaus. Und manch eine legt sogar noch ein Schippchen drauf, in dem jede freie Minute verplant wird, nur um nicht "alleine" sein zu müssen. Aus eigener Erfahrung und aus der Beobachtung heraus, geht das grundsätzlich immer schief. Stete Anspannung ohne eine ausgleichende Entspannung macht krank. Der Organismus fällt aus dem Gleichgewicht. Wenn du also spürst, dass deine Stressbelastung zu hoch wird (flache Atmung, innere Hektik, gereizte Stimmung, ein Gefühl von Überlastung....), dann beantworte die Fragen:

  • Wie verhalte ich mich gerade gegenüber andern??
  • Zu welchen wenig hilfreichen Handlungen neige ich (z.B. Sucht, Wut, Überheblichkeit..)?
  • Wo spüre ich Stress im Körper?
  • Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?
  • In welche Stimmung bringt mich das?
  • Was hilft mir jetzt, meine Stressbelastung zu senken?

Schiebe ein Stressgefühl NIEMALS weg. Höre auf die Signale in deinem Körper. Sehr schnell sagen wir bei Stressempfinden "Ach, geht schon wieder. Alles gut". Setze dich ab heute an die erste Stelle. Nur wenn es dir gut geht, geht es deinem Umfeld gut. Dazu gehört deine Familie, deine Kinder, deine Freunde. Alle Menschen, die dir wichtig sind. Wann immer du Stress empfindest, gehe nach folgendem Schema vor und du wirst sehen, Stress wird dir immer weniger zusetzen:

Schnelle Harmonisierung von Gehirn und Herz

Mit dieser Übung kommst du in 3 Minuten wieder in einen sanften Flow. Egal was gerade auf dich einströmt und dir Schwierigkeiten (Stress) bereitet, diese Übung bringt dich in einen Zustand von Gelassenheit. Du findest wieder in deinen Entscheidungsmodus und bleibst handlungsfähig statt von deinen Gefühlen oder Dingen im Außen überrannt zu werden.

 

Sei gut zu dir in dieser Woche. Setze dir zum Ziel, deine Tage über die Hälfte mit belebenden Aktivitäten zu füllen. Komm in die Handlung! Mache weiterhin die Bodyscan-Meditation und/oder die Bergmeditation.

In der nächsten Woche sind wir bereits fast am Ende des Kurses. Zeit an die frische Luft zu gehen und dort ein wenig Achtsamkeit zu üben.

 

Alles gut?

Deine Katja

Kommentar schreiben

Kommentare: 0